Faust

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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen, Note: 1,0, Philipps-Universität Marburg (Institut für Neuere deutsche Literatur), Veranstaltung: Hauptseminar: Goethe: Faust I. Text-, Stoff-, Entstehung- und Wirkungsgeschichte (16.-21. Jahrhundert), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Szene „Kerker" kommt in Goethes Faust eine zentrale Bedeutung zu. Betrachtet man das Gesamtwerk, so fungiert die Szene als Bindeglied zwischen den beiden Teilen der Tragödie. Auf Faust I bezogen, bildet die Szene den Abschluss eben jenes ersten Teiles. Innerhalb des ersten Teils wiederum stellt die Szene auf der Figurenebene das Finale der Gretchenhandlung dar.Goethe konfrontiert uns in dieser Szene mit einer Kindsmörderin im Kerker, die auf ihre Hinrichtung wartet. Sie ist offensichtlich wahnsinnig und lässt sich von ihrem Liebhaber Faust nicht aus dem Kerker befreien, obwohl dieser dank seiner Verbindung zu Mephisto die Mittel dazu hat.Goethe hat im 2.Teil des Faust I, der so genannten Gretchentragödie, Gretchens Abstieg nach der kurzen Zeit des Glücks mit Faust in einigen, aufeinander folgenden, paradigmatischen Szenen dargestellt, die uns ihren Leidensweg erahnen lassen, nachdem sie, die ein Kind erwartet, von ihrem Liebhaber verlassen worden ist. In der Szene „Am Brunnen" erfährt der Zuschauer, wie schwer es eine ledige Schwangere in dieser Zeit hatte. In „Zwinger" wendet Gretchen sich in ihrer Verzweiflung in einem Gebet an die Gottesmutter...